Sachsen: Schüler protestieren gegen Bildungsgpoltik

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Rund 20.000 Schüler gingen am Mittwoch überall in Sachsen auf die Straße, um gegen Lehrermangel und Unterrichtsausfall zu protestieren. Vor allem in Leipzig, Dresden, Bautzen und Chemnitz kamen viele erboste Schüler zusammen. Insgesamt beteiligten sich rund 60 Schulen mit bunten und lauten Aktionen.
So etwa auch die rund 700 Schüler des Kant-Gymnasiums in Leipzig: Sie trugen die Bildung symbolisch zu Grabe. Währenddessen gab es aufgewühlte Reden: Die Politik müsse sich nach dem tatsächlichen Bedarf richten und dürfe nicht dem Finanzminister hinterherrennen, so wurde gefordert. Ebenfalls fehlt ein klares Signal für Referendare – wer gerade Lehrer wird, bekommt nicht den Eindruck, sonderlich willkommen oder gebraucht in Sachsen zu sein. Die Schüler erarbeiteten ebenfalls einen Forderungskatalog, der nun an die sächsische Staatsregierung verschickt wurde. Darin pochen die erbosten Schüler auf einen realistischen und fairen Bildungshaushalt. Sonst sei die Zukunft des sächsischen Bildungssystems bedroht.
Unterstützung bekam die Aktion auch von der Politik. Auf der Abschlusskundgebung in der Landeshauptstadt sprachen unter anderem Finanzminister Georg Unland von der CDU und die parteilose Kultusministerin Brunhild Kurth. Sie begrüßen das mutige Engagement der Schüler und zeigten Verständnis und Unterstützung für die Forderungen. Kurth wies allerdings darauf hin, dass man nicht ins Blaue hinein fordern dürfe, sondern auf Basis solider Zahlen einen harten Diskurs führen müsse. Lehrermangel müsse erst genauer nach Fach, Region und Schulart analysiert werden, bevor man tätig werden könne, so die Politiker. Auch die Opposition im Landtag und die Gewerkschaften unterstützten die Proteste. Auch die Grünen lobten die Aktion. Die bildungspolitische Sprecherin der Fraktion, Annekathrin Giegengack wies darauf hin, dass eine verfehlte Bildungspolitik, um Kosten zu sparen, auf lange Sicht hin nur höhere Kosten erzeugt.


