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Sachsen: Schüler protestieren gegen Bildungsgpoltik

© DOC RABE Media - Fotolia.com

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Rund 20.000 Schüler gingen am Mittwoch überall in Sachsen auf die Straße, um gegen Lehrermangel und Unterrichtsausfall zu protestieren. Vor allem in Leipzig, Dresden, Bautzen und Chemnitz kamen viele erboste Schüler zusammen. Insgesamt beteiligten sich rund 60 Schulen mit bunten und lauten Aktionen.

So etwa auch die rund 700 Schüler des Kant-Gymnasiums in Leipzig: Sie trugen die Bildung symbolisch zu Grabe. Währenddessen gab es aufgewühlte Reden: Die Politik müsse sich nach dem tatsächlichen Bedarf richten und dürfe nicht dem Finanzminister hinterherrennen, so wurde gefordert. Ebenfalls fehlt ein klares Signal für Referendare – wer gerade Lehrer wird, bekommt nicht den Eindruck, sonderlich willkommen oder gebraucht in Sachsen zu sein. Die Schüler erarbeiteten ebenfalls einen Forderungskatalog, der nun an die sächsische Staatsregierung verschickt wurde. Darin pochen die erbosten Schüler auf einen realistischen und fairen Bildungshaushalt. Sonst sei die Zukunft des sächsischen Bildungssystems bedroht.

Unterstützung bekam die Aktion auch von der Politik. Auf der Abschlusskundgebung in der Landeshauptstadt sprachen unter anderem Finanzminister Georg Unland von der CDU und die parteilose Kultusministerin Brunhild Kurth. Sie begrüßen das mutige Engagement der Schüler und zeigten Verständnis und Unterstützung für die Forderungen. Kurth wies allerdings darauf hin, dass man nicht ins Blaue hinein fordern dürfe, sondern auf Basis solider Zahlen einen harten Diskurs führen müsse. Lehrermangel müsse erst genauer nach Fach, Region und Schulart analysiert werden, bevor man tätig werden könne, so die Politiker. Auch die Opposition im Landtag und die Gewerkschaften unterstützten die Proteste. Auch die Grünen lobten die Aktion. Die bildungspolitische Sprecherin der Fraktion, Annekathrin Giegengack wies darauf hin, dass eine verfehlte Bildungspolitik, um Kosten zu sparen, auf lange Sicht hin nur höhere Kosten erzeugt.

Das Schulsystem in Sachsen

© Christian Schwier - Fotolia.com

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Der Freistaat Sachsen glänzt nicht nur mit seinem unverschönten Dialekt, den die Menschen in ihm sprechen, sondern auch mit jungen Menschen, die Bestnoten auf den Schulen des Landes bringen und das Bundesland somit ebenfalls zu Bestnoten in den renommierten Umfragen, wie beispielsweise PISA, verhelfen. Doch es ist nicht alles Gold was glänzt: Erst letztens ging der Kultusminister Roland Wöller (CDU). Die Neue im Bunde, Brunhild Kurth, muss alte Probleme lösen. Dabei ist vor allem ihre Kreativität gefordert. Denn ein Etatproblem, an dem sich schon Wöller scheidete, steht noch vor ihr. 

Doch zuerst einmal das Positive. Sachen steht in Umfragen ganz oben. Es verfügt über ein gut ausgebildetes Personal, was vor allem damit zu tun hat, dass die Lehrkräfte im Land noch aus der alten Schule stammen. Mit der alten Schule sind die DDR-Hochschulen gemeint, an denen sie ausgebildet wurden. Hier mussten die heutigen Lehrkräfte durch: Pädagogik und Didaktik wurden groß geschrieben. 

Sachsen profitiere bei den Rankings auch davon, dass es eher Migranten an seinen Schulen habe, die aus den asiatischen Regionen stammen. Türkische Migratenkinder, die allgemein als “bildungsfern” beschrieben werden, sind weniger in Sachen Zuhause. Die aisatischen Schüler erreichen dagegen Bestnoten. Kontinuität steht ebenfalls an erster Stelle. Das Bildungssystem in Sachen wird immer nur, so scheint es zumindest, nach langen Gedankenprozessen reformiert. 

Doch für Sachsen bauen sich gleich zwei Probleme vor sich auf: Zum Einen das Finanzproblem. Das Finanzministerium einigte sich mit Kurths Vorgänger Wöller auf ein Bildungspaket, das vorsieht, dass bis zum Schuljahr 2015/16 2.200 Lehrer eingestellt werden. Doch das Geld sollte das Kultusministerium aufbringen und wäre laut den Rufen der Regierung nur beim Bildungssektor möglich gewesen. Das bedeutet: Er hätte hier Einsparungen vornehmen müssen, um neue Lehrer einzustellen. 

Doch damit nicht genug. Kurth steht nun ebenfalls vor dem Problem, dass die meisten Lehrer Sachsens, insgesamt über 80 Prozent, über 40 sind. Das bedeutet, dass bis zum Jahr 2030 viele Lehrer in Rente gehen. Und auch die Leistungsgesellschaft verlangt von den Schülern und Kindern des Freistaates viel ab: Früh wird aussortiert, ob die Kinder auf eine normale oder Förderschule gehen. Vielen wird so der gute Weg zur Bildung und die Zukunft verbaut, heißt es aus der Opposition des Landes. 

 

Schlechte Noten für das Bildungssystem

Bildungsstreik, Foto von gruenenrw7flickr.com

Bildungsstreik, Foto von gruenenrw7flickr.com

Unser Bildungssystem in Deutschland lässt schon seit Jahren zu wünschen übrig. Vor allem in Sachen Chancengleichheit wird immer wieder ein dickes Minus vergeben. Die angeblichen neuen Bildungspakete der Bundesregierung gehen dabei hinten und vorne nicht auf, noch immer herrscht das große Problem unbefriedigender Schuldbildung.

Umfragen und Tests zu Folge ist die Mehrheit der Deutschen mit dem Schulsystem unzufrieden. Vor allem im Osten Deutschlands gibt es noch immer eine schlechte Grundlage im Bereich der Bildung. Vor allem wirft man Politkern vor, nichts gegen die aktuellen Bedingungen zu tun. Die Lehrer selbst schneiden hingegen ganz gut ab. Ihnen lässt man Mut und Vertrauen zu Teil werden.

Eine entschiedene Rolle bei den Umfragen spielt auch immer wieder der Vergleich unter den Bundesländern selbst. Viele Bürger sind der Meinung dass das Schulsystem in eigenen Bundesländern Vorteile mit sich bringt, und andere Schüler dadurch benachteiligt sein. 80 Prozent der Deutschen stimmen ausserdem für ein Ganztags-Schulsystem. Das soll die Bildungsqualität verbessern und die sozialen Kompetenzen der Schüler steigern.

Besonders schlecht schneidet in Deutschland immer wieder die Hauptschule ab. die vorherrschenden Bedingungen sind verheerend, und immer wieder geraten Schüler in den Mittelpunkt der Kriminalität anstatt sich mit ihren Aufgaben zu beschäftigen.

Es ist nun Aufgabe der Bundesregierung endlich was im Schulsystem zu tun. In Sachen Bildung sollte wirklich keiner, weder regional noch aus sonst welchen Gründen benachteiligt werden. Eine Chancengleichheit ist hier oberstes Gebot. Das sichert zudem auch die wirtschaftliche Zukunft Deutschlands. Denn Deutschland ist das kinderärmste Land in ganz Europa. Diese Fakten müssen wir versuchen auszugleichen, denn ohne gebildeten Nachwuchs müssen Arbeitskräfte aus dem Ausland für Aufschwung sorgen und die eigene, ungebildete Jugend lebt auf Staatskosten.

Unsere Bildungspolitik so schlecht wie nie

Bildung, Foto von fileccia/flickr.com

Bildung, Foto von fileccia/flickr.com

Von der Bildungsrepublik Deutschland ist nichts zu sehen. Bürger stellen den Kultusministern ein schlechtes Zeugnis aus und vor allem im Osten zeigt man sich unzufrieden mit dem Bildungssystem.

Man sehnt sich nach einem einheitlichen Schulsystem, mehr Ganztagsschulen, einer Ausbildungsgarantie und vor allem nach Chancengleichheit. Doch dazu fehlt scheinbar der Einsatz der Schulminister. Das ergab eine bundesweite Umfrage, bei der die befragten dem Schulsystem einen gerade einmal ausreichenden Durchschnitt von 3,7 gaben.

480 000 Menschen beteiligten sich an der Studie, wobei die Thüringer sogar nur eine Durchschnittsnote von 3,9 vergaben. 83 Prozent von ihnen werfen den Entscheidungsträgern in der Politik fehlenden Willen zur Veränderung des Bildungssystems vor. Mehr vertrauen als alle anderen Bundesländern zeigen sie jedoch gegenüber den Lehrern. Mut zu Veränderungen und Reform wird denen von 63 Prozent zugesagt.

Nur 17 Prozent der Befragten halten die Konkurrenz zwischen Bundesländern als Weg zu höherer Qualität im Bildungswesen, alle restlichen halten gerade dies als größtes Hindernis für eine Reform. Die Thüringer dagegen fordern mit 97 Prozent ganz deutlich einheitliche Abschlussprüfungen für alle Bundesländer und liegen damit 5 Prozent über dem Bundesdurchschnitt.

80 Prozent der Befragten ziehen die Ganztagsschule vor, nur jeder Fünfte bleibt der Halbtagsschule treu. Gehört dazu in Thüringen nur jeder Zehnte, handelt es sich in Bayern rund um ein Viertel der Teilnehmer.

Auch der Hauptschule mangelt es an Zuspruch in der Bevölkerung, wobei etwa drei Viertel davon ausgehen, mit einem Hauptschulabschluss den Anforderungen der Gesellschaft nicht zu reichen. Dieses Vertrauen erreicht vor allem in Hamburg und Hessen den Tiefpunkt, wo nur jeder Fünfte an die Zukunft dieser Schulform glaubt.

Die Bürger wollen einen strukturellen Wandel im Bildungswesen. So wird beispielsweise von zwei Drittel der Befragten in ganz Deutschland ein späterer Übergang auf die weiterführenden Schulen gefordert. Einzig die Hamburger zeigen sich mit 44 Prozent zufrieden..

Die Studie verrät jedoch auch, dass 73 Prozent der Befragten auch bereit wären, für gute Bildung, mehr Geld zu zahlen.

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