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Universitäten: Doppelbelastung 2013

Nachdem die Abiturienten ihre Reifeprüfung bereits nach 12 Schuljahren machen können und der Wehrdienst entfällt, melden die Universitäten und Fachhochschulen doppelten Andrang. Doch im nächsten Jahr wird es Aufgrund der doppelten Abiturjahrgänge noch heftiger werden.

Hessen und NRW bereiten sich nun auf das nächste Jahr vor. Für das Wintersemester 2012/13 bauen viele Hochschulen ihre Räumlichkeiten aus. Doch auch so könnte es in den Hörsälen eng werden.

Überfüllte Seminare und Vorlesungen, in denen die Studenten auf dem Boden sitzen oder sogar stehen müssen, das ist bislang keine Ausnahme gewesen, aber nun, da viele Hochschulen noch mehr Studenten aufnehmen müssen, platzen die Hörsäle aus allen Nähten.

Laut der Kultusministerkonferenz geht man in Hessen und NRW von insgesamt 275.000 zusätzlichen Studenten bis 2015 aus. Für den Ausbau der Räumlichkeiten in Hessen sollen rund 560 Millionen Euro aus dem Hochschulpakt II investiert werden. NRW stehen 249 Millionen zur Verfügung. Im Grunde genommen ist dieses Geld für zur Besserung der Lehrinhalte und Materialen vorgesehen, die da womöglich eingespart werden.

An der Universität Köln studieren 45.000 Stunden. Das ist die größte Universität Deutschlands. Auch auf sie kommt ein größerer Andrang im nächsten Jahr zu. Sprecherin der Hochschule in Köln, Merle Hettesheimer, sagt, dass sich die Kölner Uni mit einem Masterplan auf das kommende Jahr vorbereitet. Zum einen soll mehr Personal eingestellt werden und zum anderen plant die Uni Köln neue Räumlichkeiten für den Unterricht anzumieten.

Um die Kontrolle über die Zahl der Studienanfänger zu behalten haben die Universitäten den Zugang zu vielen Studienfächern verschärft. Noch vor zwei Jahren konnten sich Abiturienten ohne einen Numerus Clausus für Studienfächer wie Mathematik, Physik und Chemie einfach einschreiben. Dies geht nun nicht mehr. Auch hier gibt es an vielen Hochschulen eine Einschreibebeschränkung und eine Vorauswahl.  

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