Das Schulsystem in Sachsen
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Der Freistaat Sachsen glänzt nicht nur mit seinem unverschönten Dialekt, den die Menschen in ihm sprechen, sondern auch mit jungen Menschen, die Bestnoten auf den Schulen des Landes bringen und das Bundesland somit ebenfalls zu Bestnoten in den renommierten Umfragen, wie beispielsweise PISA, verhelfen. Doch es ist nicht alles Gold was glänzt: Erst letztens ging der Kultusminister Roland Wöller (CDU). Die Neue im Bunde, Brunhild Kurth, muss alte Probleme lösen. Dabei ist vor allem ihre Kreativität gefordert. Denn ein Etatproblem, an dem sich schon Wöller scheidete, steht noch vor ihr.
Doch zuerst einmal das Positive. Sachen steht in Umfragen ganz oben. Es verfügt über ein gut ausgebildetes Personal, was vor allem damit zu tun hat, dass die Lehrkräfte im Land noch aus der alten Schule stammen. Mit der alten Schule sind die DDR-Hochschulen gemeint, an denen sie ausgebildet wurden. Hier mussten die heutigen Lehrkräfte durch: Pädagogik und Didaktik wurden groß geschrieben.
Sachsen profitiere bei den Rankings auch davon, dass es eher Migranten an seinen Schulen habe, die aus den asiatischen Regionen stammen. Türkische Migratenkinder, die allgemein als “bildungsfern” beschrieben werden, sind weniger in Sachen Zuhause. Die aisatischen Schüler erreichen dagegen Bestnoten. Kontinuität steht ebenfalls an erster Stelle. Das Bildungssystem in Sachen wird immer nur, so scheint es zumindest, nach langen Gedankenprozessen reformiert.
Doch für Sachsen bauen sich gleich zwei Probleme vor sich auf: Zum Einen das Finanzproblem. Das Finanzministerium einigte sich mit Kurths Vorgänger Wöller auf ein Bildungspaket, das vorsieht, dass bis zum Schuljahr 2015/16 2.200 Lehrer eingestellt werden. Doch das Geld sollte das Kultusministerium aufbringen und wäre laut den Rufen der Regierung nur beim Bildungssektor möglich gewesen. Das bedeutet: Er hätte hier Einsparungen vornehmen müssen, um neue Lehrer einzustellen.
Doch damit nicht genug. Kurth steht nun ebenfalls vor dem Problem, dass die meisten Lehrer Sachsens, insgesamt über 80 Prozent, über 40 sind. Das bedeutet, dass bis zum Jahr 2030 viele Lehrer in Rente gehen. Und auch die Leistungsgesellschaft verlangt von den Schülern und Kindern des Freistaates viel ab: Früh wird aussortiert, ob die Kinder auf eine normale oder Förderschule gehen. Vielen wird so der gute Weg zur Bildung und die Zukunft verbaut, heißt es aus der Opposition des Landes.
