Deine Zukunft

Berufswahltipps von Karriereberaterin

© goodluz - Fotolia.com

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Die Maybes – so nennt man mittlerweile die Generation der 20- bis 30-Jährigen. Immer mehr junge Männer und Frauen sind nämlich verzweifelt auf der Suche nach einem passenden Berufs- und Lebensplan. In Zeiten von Dauerberieselung und Konkurrenzdruck scheint die Berufswahl verzwickter als jemals zuvor.

Auch Eltern können bereits früh einiges dafür tun, dass ihre Kinder unbeschadet durch das Berufschaos kommen: Je mehr Information und Alternativen, umso besser. Oft bilden sich Kinder nämlich ihre Vorstellungen von Berufen nur durch wenige und meist halbrichtige Informationen. Auch Praktika oder Schnuppertage bei Unternehmen können bereits in der Grundschule absolviert werden, um dem Kind mehr praktische Erfahrung zu ermitteln. Bei idealistischem Nachwuchs sollten Eltern vorsichtig darauf aufmerksam machen, dass später auch irgendwie Geld ins Portemonnaie kommen muss. Bei einer Berufswahl, die sich nur am Status orientiert, sollten Eltern lieber die echten Interessen anmahnen. Dabei gilt wie allgemein in der Erziehung: Nicht den Nachwuchs bevormunden, sondern eher aus einer freundschaftlichen Perspektive mit Rat und Tat zur Seite stehen. Dem Kind immer wieder klar machen, dass man einfach mehr Erfahrung hat und sich Einstellungen im Laufe der Jahre rasant ändern können.

Auch wenn die Entscheidung des eigenen Kindes völlig gegen die Werte oder Vorstellungen der Eltern geht: Hat das Kind die Alternativen gesehen und geht sein Berufswunsch auf ein echtes Interesse zurück, sollten Eltern in den sauren Apfel beißen und das Kind mit ihrer ganzen Kraft unterstützen.

Ohnehin braucht der Absolvent von heute mehr Flexibilität als jemals zuvor: Kaum ein Student kommt am Ende genau in einem typischen Arbeitsumfeld unter. Noch dazu braucht es heute nicht nur einen Abschluss, sondern eine ganze Reihe aus Bausteinen: Passendes Praktikum, Auslandsaufenthalt oder freiwillige Weiterbildung etwa. Nur wer so bewusst und vorausschauend seine Karriere plant, wird heutzutage auch noch Karriere machen. Oder man hat richtig viel Glück.

Ausbildungsabbruch: Chance für Neustart

Azubi, Quelle: Volker Stevens/Flickr.com

Azubi, Quelle: Volker Stevens/Flickr.com

Probleme mit dem Chef, Aufgaben, die nicht ausfüllen, oder die Arbeit zeigt sich im Alltag einfach ganz anders als gedacht. Das alles können Gründe dafür sein, an einen Ausbildungsabbruch zu denken. Das sollte jedoch wohl überlegt sein und immer auch entsprechende Alternativen bereithalten.

Dem Statistischen Bundesamt zufolge, wurden 2009 etwa 141 000 Ausbildungen abgebrochen. Mehr als 22 Prozent der neu geschlossenen Ausbildungsverträge wurden also aufgelöst. Der häufigste Grund dafür, ist dass viele sich die Arbeit in ihrer Ausbildung anders vorgestellt haben. So geht es für einen Koch in der realen Küche natürlich ganz anders zu als im Fernsehstudio.

Um böse Überraschungen zu vermeiden, sind Praktika sehr wichtig. Auch Ausbildungsmessen, auf denen man mit den Azubis aus dem gewünschten Berufsfeld sprechen kann, sind hilfreich. Anhaltspunkte für die richtige Wahl können auch persönliche Interessen, bevorzugte Schulfächer und Hobbys sein. Dafür können auch Selbsterkundungstest im Internet genutzt werden.

Wenn es trotz aller Vorüberlegungen unerwartet schief geht, ist zunächst Durchhaltevermögen gefragt. Trotz unangenehmem Arbeitsklima oder schwierigem Verhältnis zu Kollegen oder Ausbildungsleitern, sollte man nicht sofort alles über Bord werfen. Wenn der Berufswunsch trotzdem noch besteht, sind klärende Gespräche hilfreich, für die man auch von Ausbildungsberatern aus Industrie- und Handelskammern unterstützt werden kann. Bestehen die Probleme weiterhin, sollte man jedoch einen Unternehmenswechseln in Erwägung ziehen.

Auch der Zeitpunkt spielt bei diesen Überlegungen eine Rolle. Kurz vor Beenden einer Ausbildung, ist ein Abbruch natürlich nicht ratsam, während dies eher riskiert werden sollte, wenn man schon zu Beginn merkt, dass die Ausbildung nicht den Vorstellungen entspricht. Gesundheitliche Ursachen oder Mobbing machen es jedoch oft unumgänglich, sich anderweitig umzusehen.

Doch bevor das Handtuch geschmissen wird bedarf es eines Plan B. Mit einer guten Alternative stellt ein Ausbildungsabbruch nicht unbedingt ein Makel im Lebenslauf dar. Will man die Ausbildung in einer anderen Firma fortführen, werden die bereits absolvierten Jahre jedoch nicht unbedingt mit angerechnet.

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