Burschenschaften
Burschenschaft, Foto: gral_flickr
Gerade zu Semesterbeginn rücken Burschenschaften mit Erstsemesterparties und anderen Veranstaltungen, auf denen neue Mitglieder geworben werden sollen, in den Fokus. Wer sich zum Beitritt entscheidet, dem eröffnen sich ganz andere Welten, von denen man glaubte, sie gehörten schon längst der Vergangenheit an. Doch gefochten wird heutzutage, anders als damals, viel mehr mit Worten als mit Degen. Rhetorisch meisterhaft geübt, betont man ein Burschenschaften dabei, hier niemanden zu einer bestimmten politischen Richtung, sondern lediglich zu politisch denkenden Menschen erziehen wolle.
In den traditionellen Männerbünden bleiben Frauen konsequent ausgeschlossen, was nur einer vieler Gründe ist, warum Burschenschaften sich oft harscher Kritik im Sinne von Sexismus, Nationalismus und Rassismus aussetzen müssen. Auch wird oft zum Vorwurf gemacht, es handele sich hier lediglich um ein Knüpfen von Beziehungen, die Zugang zu beliebten Führungspositionen bieten.
Unter Mitgliedern der Jungen Union beispielsweise sträubt man sich gegen solche Vorwürfe, da man selbst ausländische “Bundesbrüder” habe, gesteht sich aber auch ein, dass dies nicht bei allen Burschenschaften der Fall ist.